Sahilde Aşk, 1907/08
Kadri, Müfide
Geb. 1890 (1889?) in İstanbul, gest. 1912 (1911?) in ?. Malerin, Lehrerin.
Zählt zusammen mit Mihri Müşfik zu den ersten Malerinnen des Osmanischen Reichs. Trotz ihres frühen Todes − sie starb mit nur 22 Jahren an Tuberkulose − schuf sie zahlreiche Werke. Lernte bei Osman Hamdi Bey und Salvatore Valeri. Sie spielte auch verschiedene Musikinstrumente und komponierte.







Als Lehrerin unterrichtete sie Kunst und Musik in einer Mädchenschule in İstanbul. Sie gilt als die erste Frau des Osmanischen Reichs, die den Beruf der Lehrerin ausübte. Sie war auch die erste Frau, die Mitglied im damaligen Verein Osmanischer Künstler war.
Quellen:
  • Eczacıbaşı Sanat Ansiklopedisi Çağdaş Türk Resim Sanatı Tarihi (Eczacıbaşı Kunstlexikon – Geschichte der Türkischen Malerei), Hrsg.: Dr. Nejat F. Eczacıbaşı Vakfı – Yapı-Endüstri Merkezi A. Ş.
  • Canikli, İlkay Canan (2005). Ressam Güzin Duran (Die Malerin Güzin Duran). Diplomarbeit, Universität İstanbul, S. 21.




 Kara Fatma, siehe Erden, Fatma Seher





Koral, Füreya
Geb. 12. Juni 1910 in İstanbul, gest. 26. August 1997 in İstanbul. Keramikkünstlerin.
Ihr Großvater war der Botschafter Şakir Paşa, ihre Tanten die berühmten Künstlerinnen Fahrelnisa Zeid und Aliye Berger, ihr Onkel der Schriftsteller "The Fisherman of Halicrnassus"(Cevat Şakir Kabaağaçlı). Sie besuchte die Kunstakademie Sanay-i Nefise, studierte dann an der philosophischen Fakultät der Universität İstanbul. Sie arbeitete zunächst als Musikkritikerin bei Vatan Daily, ging anschließend in die Schweiz und nach Paris, wo sie sich mit der Keramikkunst befasste. 1951 realisierte sie ihre erste Ausstellung in der Türkei; diese gilt als der Beginn der modernen Keramikkunst in der Türkei.


Quellen:
  • Erkmen, Nazan (o. J.). Three Famous Artists all in One Familiy. http://www.lightmillennium.org/spring01/nerkmen_portraits.html.
  • İstanbul Kadin Müzesi (o. J.). http://www.istanbulkadinmuzesi.org/de/fureyya-koral (Zugriff am 20.10.2014).



Kosova Durmaz, Zehra
Geb. 1910 in Kavala (Griechenland), gest. 18. August 2001 in ?. Gewerkschaftsaktivistin.
Zehra Kosova Durmaz ist die erste Frau in der Türkei, die in einer Gewerkschaft in einer führenden Rolle aktiv war. Sie war Arbeiterin in Tabakfabriken. 1933 wurde sie Mitglied der Türkischen Kommunistischen Partei, worauf sie 1934 nach Moskau an die Doğu Halkları Komünist Üniversitesi (Kommunistische Universität der Ostvölker) geschickt wurde. Im Juni 1937 kehrte sie in die Türkei zurück, engagierte sich für die Tabakfabrik-Arbeiter in Samsun und Bafra und führte ihren Klassenkampf als Gewerkschaftsaktivistin in İstanbul fort. Später engagierte sie sich als Gewerkschaftlerin in der Textilbranche. Aufgrund ihrer linken Gesinnung und ihrer Aktivitäten wurde sie mehrfach inhaftiert, gefoltert und wieder freigelassen. 1996 erschien ihr Buch "Ben İşçiyim" (Ich bin eine Arbeiterin).
Quellen:
  • SOL-Portal vom 21. Oktober 2014. http://haber.sol.org.tr/soldakiler/zehra-kosova-anilacak-haberi-45486 (ZUgriff am 21.10.2014).
  • Kadın Hareketi Derneği (2012). Cumhuriyet döneminde başarılı olmuş kadınlar. (Erfolgreiche Frauen in der Zeit der Republikgründung.) http://www.kadinhareketidernegi.org.tr/icerik.php?sayfa=13 (Zugriff am 23. Juli 2012)



Leyla Hanım
Geb. ? in ?, gest. 1848 (1947?) in ?. Dichterin.
Tochter des Moralı Zade Hamid Efendi aus Sudur. Sie bekam Unterricht von ihrem Onkel Keçecizade İzzet Molla, der einer der berühmten Dichter der Zeit war. Sie gilt als eine sehr gebildete Frau, die auch mit ihrer Schlagfertigkeit und ihrem Witz auffiel. Sie war Mitglied im Sufi-Orden. In ihren Gedichten thematisierte sie – wenn auch nicht so offen wie Mihri Hatun – die Gefühle der Frauen. Es existiert eine Gedichtesammlung. Sie wurde in der Galata Mevlevihane (eine Sufi-Stätte) in İstanbul begraben. Der Text von dem berühmten Lied „Pür ateşim açdırma sakın ağzımı zinhar“ stammt von ihr.
Quellen:
  • Bekiroğlu, Nazan (o. J.). Osmanlı Kadın Şairleri (Osmanische Dichterinnen). http://www.nazanbekiroglu.org/2000/01/02/osmanlida-kadin-sairler/ (Zugriff am 06. Dezember 2012).
  • Serhan Alkan İspirli (2007). Osmanlı Kadının Şiiri (Gedichte Osmanischer Frauen). Journal of Turkish Studies 2007, Vol 2, Issue 4. http://www.turkishstudies.net (Zugriff am 08. Juli 2012).



Leyla Hanım (Leyla Saz)
Geb. 1845 (1850?) in İstanbul, gest. 1936 in İstanbul. Dichterin.
Tochter des Arztes İsmail Paşa. Lebte aufgrund des Berufes ihres Vaters in ihrer Kindheit 7 Jahre im Serail und erhielt hier eine umfassende Bildung. Neben dem Schreiben von Gedichten komponierte sie auch Lieder. Gehört zusammen mit Fıtnat Hanım zu den ersten Frauen, die ihre Werke unter ihrem echten Namen veröffentlichten (Öffentlichkeit als Frau war ungewöhnlich).
Ihre Werke: Solmuş Çiçekler (1928) und Le Harem Imperial (1925).
Quellen:
  • Bekiroğlu, Nazan (o. J.). Osmanlı Kadın Şairleri. (Osmanische Dichterinnen.) http://www.nazanbekiroglu.org/2000/01/02/osmanlida-kadin-sairler/ (Zugriff am 06. Dezember 2012)
  • Serhan Alkan İspirli (2007). Osmanlı Kadının Şiiri (Gedichte Osmanischer Frauen). Journal of Turkish Studies 2007, Vol 2, Issue 4. http://www.turkishstudies.net (Zugriff am 06. Dezember 2012)



Lifij, Harika Sirel
Geb. ? in ?, gest. ? in ?. Malerin.
Sie gehört zu den ersten Malerinnen des Osmanischen Reichs, die an der am 1. November 1914 eröffneten Kunstakademie für Frauen (İnas Sanai-i Nefise Mektebi) in İstanbul studierten. Sie heiratete den Maler Avni Lifij.
Quelle:
  • Alp, Selda (1999). II. Meşrutiyet Döneminde Kadın Sanatçılar ve Kadın Resimleri (Künstlerinnen und ihre Werke in der Zeit der II. Konstitutionellen Monarchie). Anadolu Sanat, Sayı 10, 1999 Aralık, 14–29.



___________________________________

© Mihrican Özdem