Deniz, Esma

Geb. ? in ?, gest. ?. Krankenschwester.
Esma Deniz ist die erste weibliche Pflegekraft der Türkei. Sie schloss 1924 die Krankenschwester-Schule des Amerikanischen Krankenhauses in İstanbul ab, studierte dann am Teachers College der Columbia University in New York, kehrte in die Türkei zurück und arbeitete als Krankenschwester. Sie war 18 Jahre lang Vorsitzende des Vereins Türkischer Krankenschwester, den sie mitbegründete. Die türkischen Krankenschwestern vertrat sie in der Internationale Krankenschwester-Vereinigung.
Quelle:

  • Kadın Hareketi Derneği (2012). Cumhuriyet döneminde başarılı olmuş kadınlar. (Erfolgreiche Frauen in der Zeit der Republikgründung.) http://www.kadinhareketidernegi.org.tr/icerik.php?sayfa=13 (Zugriff am 2o. Oktober 2014).



Dikmen, Şükriye
Geb. 1918 in ?, gest. ?. Malerin.
Schwester von Tiraje Dikmen (geb. 1925). Şükriye Dikmen schloss 1948 die Kunstakademie ab und ging 1949 nach Paris, wo sie bis 1953 am Louvre-Museum Kunstgeschichte studierte. Sie arbeitete bei Leger sowie bei Singier und Roger Chastel in der Ransom Akademie. Sie realisierte ihre erste Ausstellung in Paris.
Quelle:

  • Eczacıbaşı Sanat Ansiklopedisi Çağdaş Türk Resim Sanatı Tarihi (Eczacıbaşı Kunstlexikon – Geschichte der Türkischen Malerei). Hrsg.: Dr. Nejat F. Eczacıbaşı Vakfı – Yapı-Endüstri Merkezi A. Ş. Bd. 1, Seite 457.



Duran, Güzin
Geb. 8. Oktober 1898 in İstanbul, gest. 1981. Malerin.
Eine der ersten Studentinnen der Kunstakademie in İstanbul; eine der berühmtesten Künstlerinnen der Zeit; war Schülerin von Mihri Müşfik. Die vielseitige Künstlerin beschäftigte sich auch mit Kalligrafie und war besonders bekannt aufgrund ihrer Karagöz-Kollektionen (klassische türkische Schattenspiel-Figuren).
Quelle:
  • Canikli, İlkay Canan (2005). Ressam Güzin Duran (Die Malerin Güzin Duran). Diplomarbeit, Universität İstanbul.



Ece Tamer, Keriman Halis
Geb. 1913 in ?, gest. 31. Januar 2012 in İstanbul. Modell.
Keriman Haris Ece Tamer wurde am 3. Juli 1932 zur türkischen Schönheitskönigin und am 31. Juli 1932 in Belgien zur ersten türkischen Welt-Schönheitskönigin gewählt; sie repräsentierte die moderne und weltoffene Türkei. Ihre Wahl sei allerdings politisch motiviert gewesen. Als die Jury zur Entscheidung zusammenkam, habe der Juryvorsitzende bestimmt, dass Keriman Haris gewählt wird; mit dieser Wahl feiere man den Sieg des Christentums über den Islam, der über 1400 Jahre die Welt beherrschte. Der Islam sei jetzt tot, eine Muslimin zeige sich nun im Badeanzug in Europa.
Quellen:
  • Turan, Haldun (2012). İlk Dünya Güzelimiz Keriman Halis'i Kaybettik (Unsere erste Welt-Schönheitskönigin Kariman Halis ist gestorben). WowTurkey vom 29. Januar 2012. http://wowturkey.com/forum/viewtopic.php?t=117525 (Zugriff am 14. Dezember 2015).
  • Türkische Botschaft, Informationsabteilung für Kultur und Fremdenverkehr, Wien / Österreich. (o. J.) http://www.turkinfo.at/index.php?id=1796 (Zugriff am 14. Dezember 2015).
  • Eyvaz, Ali (2012). Sırları ile öldü (Sie starb mit ihren Geheimnissen). Habervaktim.com vom 30. Januar 2012. http://www.habervaktim.com/haber/222779/sirlari-ile-oldu.html (Zugriff am 14. Dezember 2015).



Ecevit, Nazlı
Geb. 17. Januar 1900 in İstanbul, gest. im August 1985 in Ankara. Malerin.
Tochter des Oberst Mehmet Emin Bey und der Adviye Hanım (Tochter des Sultan-Adjutanten Ali Paşa). Nazlı Ecevit ist die Mutter des bekannten Politikers Bülent Ecevit. Sie schloss die Darülmuallimat (Lehrerinnenschule) in İstanbul ab und arbeitete zunächst ein Jahr als Kunstlehrerin. Danach ging sie in die Kunstakademie in İstanbul (İnas Sanayi-i Nefise Mektebi), wo sie unter anderem bei Mihri Müşfik lernte. Sie zog nach Ankara, wo sie wieder einige Zeit als Kunstlehrerin tätig war. Sie war viele Jahre Vorsitzende des im Osmanischen Reich gegründeten ersten Künstlervereins Osmanlı Ressamlar Cemiyeti (später „Güzel Sanatlar Birliği“). Kurze Zeit war sie auch Mitglied des Frauenrechte-Vereins (Kadın Haklarını Koruma Derneği).
Quellen:
  • Eczacıbaşı Sanat Ansiklopedisi Çağdaş Türk Resim Sanatı Tarihi (Eczacıbaşı Kunstlexikon – Geschichte der Türkischen Malerei), Hrsg.: Dr. Nejat F. Eczacıbaşı Vakfı – Yapı-Endüstri Merkezi A. Ş.
  • Canikli, İlkay Canan (2005). Ressam Güzin Duran (Die Malerin Güzin Duran). Diplomarbeit, Universität İstanbul, S. 21.



Elbi, Safiye Hüseyin
Geb. 1880 in ?, gest. ? in ?. Krankenschwester.
Ihr Vater war der Attche in London Admiral Ahmet Rasim Paşa, ihre Mutter Josephine Wilward, die nach der Heirat mit Ahmet Rasim Paşa den Vornamen Firedevs annahm. Safiye Elbi nahm Krankenpflege-Unterricht bei dem Arzt Besim Ömer Paşa. In den Kriegsjahren arbeitete sie in Krankenhäusern als Krankenschwester und Oberkrankenschwester. Sie setzte sich dafür ein, dass die "Hilal-i Ahmer Hastabakıcılık Mektebi", eine Schule für Krankenschwester, eröffnet wird. Sie war tätig in zahlreichen Vereinen, z. B. im Vorstand des "Himaye-i Etfal Cemiyeti" (Kinderschutzverein), und erhielt verschiedene Auszeichnungen.
Quelle:
  • Çolak, Güldane; Uçan, Lale (2008). II. Meşrutiyet'ten Cumhuriyet'e Basında Kadın Öncüler (Die ersten Frauen in der Presse in der Zeit von der Monarchie bis zur Republik). Heyamola Yayınları.



Elgün, Nakiye

Geb. 1882 (1880?) in İstanbul, gest. 23. März 1954 in İstanbul. Pädagogin, Politikerin.
Sie war Direktorin des Mädchengymnasiums İstanbul (İstanbul Kız Lisesi) und gab hier Unterricht in Literatur. Sie war Vorsitzende des Lehrerverbandes. 1930 kam sie als erste Frau in den Ortsbeirat in İstanbul (İstanbul Şehir Meclisi); 1935 wurde sie als eine der ersten Frauen Abgeordnete (Abgeordnete der Stadt Erzurum).
Quelle:
  • kim kimdir? (o. J.) http://www.kimkimdir.gen.tr/kimkimdir.php?id=3576 (Zugriff am 23. Oktober 2014).
  • vikipedi (o. J.). Nakiye Elgün. https://tr.wikipedia.org/wiki/Nakiye_Elg%C3%BCn (Zugriff am 23. Oktober 2014).
  • Sezer, Ayten (o. J.). Türkiye'deki İlk Kadın Milletvekilleri ve Meclis'teki Çalışmaları (Die ersten weiblichen Abgeordneten in der Türkei und ihre Aktivitäten). http://www.ait.hacettepe.edu.tr/akademik/arsiv/kadin.htm (Zugriff am 25. Oktober 2014).



Erden, Fatma Seher (Kara Fatma)

Geb. ? in Erzurum, gest. 2. Juli 1955 in İstanbul. Oberleutnant.
Fatma Seher Erden war die erste türkische Soldatin, die den Rang eines Oberleutnants erhielt. Sie kämpfte im Befreiungskrieg (1919-1923) und erhielt von Mustafa Kemal Atatürk die Unabhängigkeitsmedaille. Sie starb verarmt.
Quellen:

  • Çolak, Güldane; Uçan, Lale (2008). II. Meşrutiyet'ten Cumhuriyet'e Basında Kadın Öncüler (Die ersten Frauen in der Presse in der Zeit von der Monarchie bis zur Republik). Heyamola Yayınları.
  • Akay, Gonca Elmas (2011). Kara Fatma. İstanbul: Alfa.
Kara Fatma




Ersin, İclal

Geb. ? in ?, gest. ? in ?. Wirtschaftswissenschaftlerin.
Sie war die erste Buchhalterin in einer Bank, die erste Direktorin einer Bank und die erste Frau mit einem Doktortitel in Wirtschaftswissenschaften der Türkei. Mit Unterstützung von Atatürk erhielt sie eine Ausbildung in Genf von 1939 bis 1941, wo sie eine Doktorarbeit schrieb über die Versteuerung der Lohneinkünfte in der Türkei. Sie arbeitete anschließend als Prüferin verschiedener Bankfilialen und dann für 10 Jahre als Bankdirektorin der Filiale Nişantaşı der İş Bankası.
Quellen:
  • Küre-tv. Videobeitrag. http://www.kure.tv/izle/emsal-kadinlar-iclal-ersin (Zugriff am 21. Oktober 2014)
  • Kadın Hareketi Derneği (2012). Cumhuriyet döneminde başarılı olmuş kadınlar. (Erfolgreiche Frauen in der Zeit der Republikgründung.) http://www.kadinhareketidernegi.org.tr/icerik.php?sayfa=13 (Zugriff am 2o. Oktober 2014).



Es, Semiha
Geb. 1. Januar 1912 in İstanbul, gest. 11. Dezember 2012 in İstanbul.
Erste Kriegs- und Pressefotografin der Türkei. Sie stammt aus bescheidenen Verhältnissen; ihr Vater war einfacher Beamter. Sie heiratete den Journalisten Hikmet Feridun Es. Als er Auslandsaufträge bekam, wollte er, dass sie ihn begleitet, so wurde ihr eine Kamera in die Hand gedrückt. Seither wurde das Paar das Presseduo; er zuständig für die Texte, sie für die Fotos. Sie bereisten alle Kontinente, berichteten aus aller Welt. Von Hollywood-Stars, fremden Kulturen wie auch vom Korea-Krieg.
 
Samiha Es mit ihrem Ehemann Hikmet Feridun Es
Quellen:
  • İstanbul Kadın Müzesi (o. J.). http://www.istanbulkadinmuzesi.org/en/semiha-es (Zugriff am 21.10.2014).
  • Bergin, Azize (2005). O mavi gözler neler gördü neler (Diese blauen Augen sahen viel). http://webarsiv.hurriyet.comtr/2005/03/08/610318.asp (Zugriff am 29.04.2011)
  • Celepoğlu, Ceyda (o. J.). Mavi Gözlü Dev Bir Kadının Es Gecilmeyecek Hayatı (Das große Leben der großen Frau mit den blauen Augen). http://www.fotopya.com.tr/fotopyamagdetay.aspx?id=68 (Zugriff am 30. April 2011).



Esin Aydın, Gül

Geb. ? in ?, gest. ? in ?.
Sie war die erste Bürgermeisterin der Türkei. Sie wurde 1933 zur Bürgermeisterin der Gemeinde Karpuzlu des Bezirks Çine gewählt und erhielt eine Auszeichnung von Atatürk. Sie verbot das Glücksspiel, kämpfte gegen die Entführung von Mädchen und machte sich dafür stark, dass Eheschließungen ordnungsgemäß vor dem Standesamt vonstatten gingen.
Quelle:
  • Kadın Hareketi Derneği (2012). Cumhuriyet döneminde başarılı olmuş kadınlar. (Erfolgreiche Frauen in der Zeit der Republikgründung.) http://www.kadinhareketidernegi.org.tr/icerik.php?sayfa=13 (Zugriff am 2o. Oktober 2014).



Eyuboğlu, Eren
Geb. 1912 in İasi (Rumänien), gest. 1988 in İstanbul. Malerin.
Sie erhielt während der Schulzeit in Rumänien privaten Unterricht in Malerei, besuchte anschließend die Kunstakademie İasi. 1929 ging sie nach Paris, war erst an der Julian Akademie, arbeitete dann 4 Jahre mit André Lhote zusammen. Heiratete 1936 den Künstler Rahmi Eyuboğlu und ging in die Türkei. Dort beteiligten sich beide an der D-Gruppe, eine in der Türkei bekannte Künstler-Gruppe. Ihre künstlerischen Werke behandeln das Leben in Anatolien. Eren Eyuboğlu betätigte sich auch als Mosaik-Künstlerin.
Quelle:
  • Eczacıbaşı Sanat Ansiklopedisi Çağdaş Türk Resim Sanatı Tarihi (Eczacıbaşı Kunstlexikon – Geschichte der Türkischen Malerei), Hrsg.: Dr. Nejat F. Eczacıbaşı Vakfı – Yapı-Endüstri Merkezi A. Ş. Bd. 1, Seite 573.




 Eyüp Ertugrul, Münire; siehe Neyyire Neyir





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